» Paintball - ein Sport der Amokläufer trainiert

euer lieblings fußball MannschaftNeuen Thread eröffnenNeue Antwort erstellenWelchen sport treibt ihr?
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08.05.2009, 07:41
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Die Presse berichtet:

rp-online.deDas geplante Verbot von Sportspielen wie Paintball sorgt für Verärgerung. Spieler wehren sich dagegen, als mögliche Amokläufer gebrandmarkt zu werden. Psychologen warnen allerdings vor einem Gewöhnungseffekt: "Paintball ist eine Tötungs-Simulation", sagt der Bonner Psychologe Harald Ackerschott. Wer regelmäßig trainiert, senke seine Hemmschwelle, auf Menschen zu schießen. "Es ist sehr nah am echten Schießen", bestätigt Egon Stephan, Psychologe der Universität Köln.

...
"Dann werden Denk- und Handlungsprozesse ausgeschaltet", erklärt Ackerschott. Das Resultat: Die Hemmschwelle sinke. Das sei gefährlich für labile Menschen, zumal wenn sie Motiv und Gelegenheit zu einem Amoklauf hätten.

tagesspiegel.deBerlin - Es ist die moderne Version des Räuber-und-Gendarm-Spiels: Beim Paintball machen Menschen zwischen Strohballen und alten Autoreifen mit Farbmunition Jagd aufeinander. Eine harmlose Fun-Sportart, sagen die Spieler. Menschenverachtendes Kampfspiel, sagt dagegen eine Arbeitsgruppe aus Experten der Innenministerien von Bund und Ländern. Auf ihr Anraten hat sich die große Koalition jetzt unter anderem darauf geeinigt, Spiele wie Paintball zu verbieten. Damit will die Politik noch bis Ende Mai Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden ziehen. Bei solchen Spielen werde das Töten simuliert, begründet Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach von der CDU die Entscheidung.

Paintball-Spieler gehen dagegen auf die Barrikaden. Für ein „Bauernopfer“ hält der Sprecher der Deutschen Paintball-Liga, Arne Petry, das geplante Verbot seines Sports. Der Amokläufer Tim K. habe gewaltverherrlichende Computerspiele gespielt und Softair-Waffen besessen, die echten Pistolen nachempfunden seien. „Mit Paintball hat das nichts zu tun“, sagt Petry. Jugendliche richten bei Killer-Computerspielen fiktive Blutbäder an. Auf dem Paintball-Feld ist zwar alles ganz real, aber: „Beim Paintball geht es nicht darum, den Gegner abzuschießen, sondern ihn mit Farbe zu markieren“, sagt Arne Petry.

ZitatAls Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden will die große Koalition das Waffenrecht möglichst noch in dieser Legislaturperiode verschärfen. Unter anderem sollen Spiele wie Gotcha und Paintball verboten werden, hieß es am Donnerstag von Fachpolitikern der Koalition. Bei diesen Spielen wird mit Luftdruckwaffen und Farbmunition auf Mitspieler geschossen und deren Tötung simuliert. Verstöße sollen mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden. Die Koalition will verhindern, dass durch die Spiele die Hemmschwelle für Gewalttaten herabgesetzt wird.
...
Die Linksfraktion kritisierte, mit dem Verbot von Spielen wie Paintball oder Gotcha betreibe die Regierung „lächerliche Symbolpolitik“. Schusswaffen müssten komplett aus Privathaushalten verbannt werden. Die FDP forderte, den Vollzug des geltenden Waffenrechts zu verbessern.

Ich selbst habe noch nie Paintball gespielt, aber es wird in Kürze dazu kommen, da wir schon länger vor hatten diesen Sport auszuprobieren. Wir haben sogar schon einen Termin für Ende diesen Monats reserviert und daher ist es recht überraschend zu hören, dass die Politik diesen Sport nun verbieten möchte. Gut dass das Verbot erst im September entschieden werden soll ;)

Aber ohne überhaupt das Spiel zu kennen, kann ich mich ja gut auf die Position eines Politikers stellen und daher bilde ich mir auch mal frech eine Meinung: Ich bin dafür, dass Super Soaker (Wasserpistolen mit Drucktank) und Cowboy-Kostüme zu Karneval/Fasching ebenfalls verboten werden. Denn auch hier wird die Tötung anderer Menschen simuliert.

Hört sich lächerlich an? Genauso lächerlich empfinde ich auch ein Verbot von Paintball. Man muss sich das mal vorstellen. Da verbietet die Politik Paintball, damit keine labilen Menschen zu Amokläufern werden und vergisst scheinbar, dass es sich dabei um einen Sport für Erwachsene handelt.

Paintball ist ab 18 und Amokläufer sind im Schnitt 15,6 Jahre alt (Wikipedia). Wie soll also ein Amokläufer "herangezüchtet" werden, wenn er in diesem Alter gar keinen Zugriff auf diesen Sport hat?!

Ganz klar in Verruf gekommen ist der Sport, weil es illegale Waffennachbildungen gibt, die als Paintball-Waffe fungieren. Aber sie sind nicht umsonst illegal und nicht in Paintball-Sporthallen anzutreffen.

Ich habe recht viele Freunde, die bei der Bundeswehr angestellt sind. Ich dachte ich könnte diese Kontakte dazu nutzen, mir einen Tarnanzug zu besorgen. Aber ich erfuhr recht schnell, dass solche Anzüge in Paintball bereits jetzt verboten sind, weil man dann zu stark einem realen Soldaten ähneln würde. Ich für meinen Teil will aber überhaupt kein Soldat sein. Ich hasse Waffen wie die Pest. Nicht umsonst habe ich mich erfolgreich vor dem Bund gedrückt. Mit so einem Anzug aber erhoffte ich mir einen Wettbewerbsvorteil.

Wenn ein Kind, verkleidet als Cowboy auf einen Freund mit seiner Knallpistole schießt und der Freund "tot zu Boden geht", dann ist das auch nichts anderes als eine realistische Nachempfindung eines Kampfes. Der Unterschied ist nur, dass es sich hierbei um Verkleidungen handelt und alle Beteiligten wissen, dass es dabei um den Spaß und die Phantasie geht.

Das Paintball zwangsläufig die realistischere Variante ist, ist einfach nur logisch, denn ein Erwachsener ist nicht in der Lage ein faires Spiel zu spielen, wenn er nicht verbindlich sagen kann, dass er den Gegner getroffen hat. Als Kind hat es uns noch Spaß gemacht uns "tot hinzuwerfen", jetzt aber haben wir Ergeiz entwickelt, damit wir das Spiel verbindlich gewinnen können.

Wie wenn nicht mit Farbkugeln oder Laserstrahlen (sollen auch verboten werden), soll man diesen "Effekt" nachempfinden? Wo ist der Unterschied zwischen Cowboy-Verkleidung, Völkerball und Paintball?

Waffen sind das Problem. Sie töten Menschen.

Haben diese Psychologen eigentlich Spieler interviewt, bevor sie sich ihre Meinung gebildet haben? Ich vermute mal nicht. Aber ich übernehme das gerne mal. Wir gehen zu viert demnächst zum Paintball. Dann berichte ich von den Eindrücken, ehemaliger Wehrdienstpflichtiger mit Waffenkenntnis und Menschen mit Anti-Waffen-Einstellung.


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08.05.2009, 14:58
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Hallo Admin,

wenn man den Faden weiterspinnt, dann müssen in Zukunft auch die viel besuchten Ritterspiele die es in Sachsen und Thüringen gibt, verboten werden. Pfeil und Bogen sind dann auch für Kinder verboten. Cowboy und Indianer, Räuber und Gendarm sind Killerspiele. Die Museen sind verpflichtet ihre historischen Waffen zu verschliessen und bei der aufwendigen Reinigung( die ständig auch ohne Gebrauch gemacht werden muss) mit einem Fingerscan zu versehen. Vielleicht darf man dann diese Abteilungen nur noch mit gültigem Waffenschein besuchen.usw. ... !!

Also hierzu fällt mir nur A. Einstein mit seiner Unendlichkeitstheorie ein.

Ich wünsche dir viel Spass beim Paintball.

Gruß Werdauer


pn
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24.05.2009, 20:14
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Also gestern waren wir, 5 Personen im Alter zwischen 20-30 Jahren, Paintball spielen.

Eins steht schon mal direkt fest. Der Sport ist ein reiner Teamsport, d.h. eine einzelne Person hat überhaupt keine Chance sich unsozial oder distanziert gegenüber den anderen zu verhalten, denn dann ist man in wenigen Minuten aus dem Spiel raus.

Ich selbst bin zu Anfang alleine vorgestürmt und dann ziemlich schnell unter Beschuss genommen worden. Damit war ich dann genauso schnell wieder draußen :P

Später haben wir schon was taktischer gespielt und versucht uns strategisch zu verteilen oder mit Sperrfeuer nach vorne zu kommen.

Im Ganzen war das eine ziemlich spaßig und heute kann ich auch sagen, eine sehr anstrengende Sportart. Ich kann mich kaum setzen bzw. aufstehen, weil das ständige Laufen und hinter einem Hindernis hocken, doch ganz schön auf die Oberschenkel gegangen ist :!:

Vom Gefühl her, um auch diesen gewaltverherrlichenden Vorwurf anzusprechen, kam es mir vor wie beim Budenschießen auf der Kirmes nur, dass man beim Paintball nicht so gut zielen kann lol

Also die Schußbahnen waren trotz stabilem Halt ganz schön unterschiedlich im Resultat. Der Wind war auch ausschlaggebend wohin sich der Farbball hinwendete. Also man musste schon ein bissel mehr verschießen, um überhaupt in die gewünschte Richtung zu kommen.

Es geht beim dem Spiel also eigentlich nur ums Zielen. Daher wurde es uns zum Teil auch etwas langweilig. Dazu aber am Ende mehr.

Wir haben auf Grund der aktuellen Thematik auch mal darüber vor Ort gesprochen und das mal mit einem realen Gefecht im Krieg verglichen. Der Vergleich hinkte bereits bei der Tatsache, dass sich wohl niemand bei realer Munition aus seinem Versteck wagen würde oder mal eben in Richtung Gegner rennt oder seinen Kopf irgendwo raussteckt um was sehen zu können. Die Farbbälle im Paintball fliegen zwar schnell, aber man kann ihnen noch ganz gut folgen, so dass man im Gefecht noch in der Lage ist minimal auszuweichen.

Auch sind bei Paintball Treffer nicht gleich Treffer. Es kommt darauf an, dass man wirklich Farbe am Körper oder der "Waffe" hat. Also treffen alleine reicht nicht. Das haben wir auch erst nach 2-3 Spielen verstanden, nachdem wir vollkommen umsonst vom Spielfeld gegangen sind. Die Treffer spürte man zwar, aber sie reichten nicht in jedem Fall, damit die Bälle aufplatzen. Auch hier braucht man das Team. Wir man z.B. an der Seite oder von hinten getroffen, muss man jemanden aus seinem Team fragen, ob Farbe zu sehen ist, da man durch die Maske auch nur ein eingeschränktes Blickfeld hat. Ein Alleingänger wird also spätestens unter Protest der Gegner vom Feld verwiesen, weil er unfair agiert.

Was mich ein wenig nervte, war die allgemeine Vorsichtigkeit der Betreiber. Nur weil es gerade durch die Presse geht, durfte keiner sagen, dass man jemanden "getötet" hat. Man hat ihn wenn "markiert" oder auch keine "Waffe", sondern ein "Markierer" und naja so ging es eben weiter. Ich meine es sind nur Erwachsene anwesend und wie man etwas nennt ist doch wirklich Schnuppe.

Das der Sport aber ab 18 ist, finde ich absolut gerechtfertigt. Nicht, weil er gewaltverherrlichend sein könnte oder weil es "Pistolen" gibt oder man auf andere schießt, sondern schlicht und einfach, weil man Schutzkleidung und Schutzmasken trägt und es bei leichtsinnigem Umgang zu Unfällen kommen kann.

Die Betreiber haben eine Art Schleuse aufgebaut, wo man den Markierer aufnehmen konnte. Innerhalb der Schleuse und auf dem Spielfeld durfte man nicht ohne Maske herumlaufen. Klar, weil falls ein Schuss losgeht und einer ohne Maske herumläuft, kann es schnell passieren, dass sowas ins Auge geht und die Folgen sind jedem klar. Und wer kann schon Teenager einschätzen, dass sie 100% auf sowas achten.

Ein weiterer Grund ist die Fairness. Wenn man getroffen wird, ist nicht immer ein Schiedsrichter in der Nähe. Also man muss schon selber fair genug sein und vom Feld gehen. Und ich hätte wenig Lust mich ständig wg. irgendwelchen Kiddies aufzuregen, die sich nicht daran halten können.

Und zuletzt ist es so, dass wenn man getroffen wurde, man sich entsprechend kenntlich macht und das Feld verlässt. In dieser Zeit achtet man natürlich darauf, dass man nicht auf so jemanden absichtlich schießt. Auch hier wäre ich mir bei Teenagern nicht so sicher, ob das klappt.

Was ich aber unterstützen würde, wenn ein Erziehungsberechtiger mit seinem Kind zusammen auf dem Feld spielen könnte z.B. ab 14 Jahren. Das halte ich für durchaus machbar.

Dann zur vorher genannten Langeweile. Wir waren insgesamt 6 Stunden da und es waren ca. 150 Spieler anwesend. Da das Spiel wie gesagt ein Teamspiel ist, nervt es mit der Zeit, dass viele Anfänger sich hinten verstecken und kaum mit nach vorne gehen oder sich absprechen. Und das absprechen ist überhaupt so ein Problem. Jeder hat eine andere Kleidung an, man weiß nicht wer da neben einem in der Deckung sitzt oder in der letzten und entsprechend kann man sich nicht wirklich austauschen. Am Ende ist es also immer wieder das gleiche Spiel. Man hängt in einer Deckung fest und keiner kann / will einem helfen.

Der Spielspaß ergibt sich also nur durch die Taktik des Teams. Und das ist genau das was jeder Amokläufer-Strategie widerspricht.

Wir werden es sicher noch mal irgendwann wiederholen, aber so bald muss das nicht sein, weil es auch nicht ganz billig ist und so ein Muskelkater sich auch nicht jeder freiwillig antut :P

Von den blauen Flecken her geht es übrigens. Man muss sich entsprechend kleiden, wie es die Betreiber empfehlen und man kommt ganz gut davon. Ich selbst habe am Abend ca. 20 kleinere blaue Flecken gezählt, aber keiner der irgendwie schmerzte. Heute ist ein großer Teil davon auch wieder weg. Ein Kollege hatte aber keine Kopfbedeckung, trotz Empfehlung und nach zwei Treffern auf die gleiche Stelle ne schöne Beule davon getragen :hrhr:

Von den Schmerzen her, würde ich das mit Kartfahren vergleichen. Zumindest habe ich nach dem Kartfahren immer Schmerzen in den Leisten (hin und herschlagen im Sitz). Aber der Muskelkater ist echt am schlimmsten. Morgen werde ich also nur noch halb so schnell laufen können :P


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15.07.2011, 14:43
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mguttAlso gestern waren wir, 5 Personen im Alter zwischen 20-30 Jahren, Paintball spielen.

Eins steht schon mal direkt fest. Der Sport ist ein reiner Teamsport, d.h. eine einzelne Person hat überhaupt keine Chance sich unsozial oder distanziert gegenüber den anderen zu verhalten, denn dann ist man in wenigen Minuten aus dem Spiel raus.

Ich selbst bin zu Anfang alleine vorgestürmt und dann ziemlich schnell unter Beschuss genommen worden. Damit war ich dann genauso schnell wieder draußen :P

Später haben wir schon was taktischer gespielt und versucht uns strategisch zu verteilen oder mit Sperrfeuer nach vorne zu kommen.

Im Ganzen war das eine ziemlich spaßig und heute kann ich auch sagen, eine sehr anstrengende Sportart. Ich kann mich kaum setzen bzw. aufstehen, weil das ständige Laufen und hinter einem Hindernis hocken, doch ganz schön auf die Oberschenkel gegangen ist :!:

Vom Gefühl her, um auch diesen gewaltverherrlichenden Vorwurf anzusprechen, kam es mir vor wie beim Budenschießen auf der Kirmes nur, dass man beim Paintball nicht so gut zielen kann lol

Also die Schußbahnen waren trotz stabilem Halt ganz schön unterschiedlich im Resultat. Der Wind war auch ausschlaggebend wohin sich der Farbball hinwendete. Also man musste schon ein bissel mehr verschießen, um überhaupt in die gewünschte Richtung zu kommen.

Es geht beim dem Spiel also eigentlich nur ums Zielen. Daher wurde es uns zum Teil auch etwas langweilig. Dazu aber am Ende mehr.

Wir haben auf Grund der aktuellen Thematik auch mal darüber vor Ort gesprochen und das mal mit einem realen Gefecht im Krieg verglichen. Der Vergleich hinkte bereits bei der Tatsache, dass sich wohl niemand bei realer Munition aus seinem Versteck wagen würde oder mal eben in Richtung Gegner rennt oder seinen Kopf irgendwo raussteckt um was sehen zu können. Die Farbbälle im Paintball fliegen zwar schnell, aber man kann ihnen noch ganz gut folgen, so dass man im Gefecht noch in der Lage ist minimal auszuweichen.

Auch sind bei Paintball Treffer nicht gleich Treffer. Es kommt darauf an, dass man wirklich Farbe am Körper oder der "Waffe" hat. Also treffen alleine reicht nicht. Das haben wir auch erst nach 2-3 Spielen verstanden, nachdem wir vollkommen umsonst vom Spielfeld gegangen sind. Die Treffer spürte man zwar, aber sie reichten nicht in jedem Fall, damit die Bälle aufplatzen. Auch hier braucht man das Team. Wir man z.B. an der Seite oder von hinten getroffen, muss man jemanden aus seinem Team fragen, ob Farbe zu sehen ist, da man durch die Maske auch nur ein eingeschränktes Blickfeld hat. Ein Alleingänger wird also spätestens unter Protest der Gegner vom Feld verwiesen, weil er unfair agiert.

Was mich ein wenig nervte, war die allgemeine Vorsichtigkeit der Betreiber. Nur weil es gerade durch die Presse geht, durfte keiner sagen, dass man jemanden "getötet" hat. Man hat ihn wenn "markiert" oder auch keine "Waffe", sondern ein "Markierer" und naja so ging es eben weiter. Ich meine es sind nur Erwachsene anwesend und wie man etwas nennt ist doch wirklich Schnuppe.

Das der Sport aber ab 18 ist, finde ich absolut gerechtfertigt. Nicht, weil er gewaltverherrlichend sein könnte oder weil es "Pistolen" gibt oder man auf andere schießt, sondern schlicht und einfach, weil man Schutzkleidung und Schutzmasken trägt und es bei leichtsinnigem Umgang zu Unfällen kommen kann.

Die Betreiber haben eine Art Schleuse aufgebaut, wo man den Markierer aufnehmen konnte. Innerhalb der Schleuse und auf dem Spielfeld durfte man nicht ohne Maske herumlaufen. Klar, weil falls ein Schuss losgeht und einer ohne Maske herumläuft, kann es schnell passieren, dass sowas ins Auge geht und die Folgen sind jedem klar. Und wer kann schon Teenager einschätzen, dass sie 100% auf sowas achten.

Ein weiterer Grund ist die Fairness. Wenn man getroffen wird, ist nicht immer ein Schiedsrichter in der Nähe. Also man muss schon selber fair genug sein und vom Feld gehen. Und ich hätte wenig Lust mich ständig wg. irgendwelchen Kiddies aufzuregen, die sich nicht daran halten können.

Und zuletzt ist es so, dass wenn man getroffen wurde, man sich entsprechend kenntlich macht und das Feld verlässt. In dieser Zeit achtet man natürlich darauf, dass man nicht auf so jemanden absichtlich schießt. Auch hier wäre ich mir bei Teenagern nicht so sicher, ob das klappt.

Was ich aber unterstützen würde, wenn ein Erziehungsberechtiger mit seinem Kind zusammen auf dem Feld spielen könnte z.B. ab 14 Jahren. Das halte ich für durchaus machbar.

Dann zur vorher genannten Langeweile. Wir waren insgesamt 6 Stunden da und es waren ca. 150 Spieler anwesend. Da das Spiel wie gesagt ein Teamspiel ist, nervt es mit der Zeit, dass viele Anfänger sich hinten verstecken und kaum mit nach vorne gehen oder sich absprechen. Und das absprechen ist überhaupt so ein Problem. Jeder hat eine andere Kleidung an, man weiß nicht wer da neben einem in der Deckung sitzt oder in der letzten und entsprechend kann man sich nicht wirklich austauschen. Am Ende ist es also immer wieder das gleiche Spiel. Man hängt in einer Deckung fest und keiner kann / will einem helfen.

Der Spielspaß ergibt sich also nur durch die Taktik des Teams. Und das ist genau das was jeder Amokläufer-Strategie widerspricht.

Wir werden es sicher noch mal irgendwann wiederholen, aber so bald muss das nicht sein, weil es auch nicht ganz billig ist und so ein Muskelkater sich auch nicht jeder freiwillig antut :P

Von den blauen Flecken her geht es übrigens. Man muss sich entsprechend kleiden, wie es die Betreiber empfehlen und man kommt ganz gut davon. Ich selbst habe am Abend ca. 20 kleinere blaue Flecken gezählt, aber keiner der irgendwie schmerzte. Heute ist ein großer Teil davon auch wieder weg. Ein Kollege hatte aber keine Kopfbedeckung, trotz Empfehlung und nach zwei Treffern auf die gleiche Stelle ne schöne Beule davon getragen :hrhr:

Von den Schmerzen her, würde ich das mit Kartfahren vergleichen. Zumindest habe ich nach dem Kartfahren immer Schmerzen in den Leisten (hin und herschlagen im Sitz). Aber der Muskelkater ist echt am schlimmsten. Morgen werde ich also nur noch halb so schnell laufen können :P


Ich weiss dass hier seit lange nicht mehr geschrieben wurde, aber ich möchte auch meine Meinung zu diesem Thema äußern. Jede Sportart hat Vorteile und Nachteile und jede Sportart entwickelt unser Geist, mehr oder weniger. Es ist nicht richtig Paintball zu beurteilen, ehrlich


pn
Junior 
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22.06.2013, 20:36
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So spät wie ich das nun lese, muss ich ja sagen, dass sich das nicht durchgesetzt hat. Auch heute wird noch Paintball gespielt, obwohl es ja mittlerweile Alternativen mit Lasern gibt.

pn
Junior 
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16.07.2013, 16:28
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Also spiele auch PB aber Amok ne never

pn
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12.12.2014, 01:04
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So nun Stoß ich mal zu :D ich selbst spiele Paintball seit knapp 5 Jahren. Spiele es um aus dem Alt Tag zu kommen. und ich würd mich nicht als AMOK mensch bezeichnen. Spiele es aus Fun und es macht ja auch ein Großen spaß :D man lernt immer wieder NEUE leute kennen , man ist NIE alleine ... so endsteht auch Gute Kontakte etc und hier mal 10 Fakten für PRO paintball !!

Hier sind 10 gute Gründe, warum Paintball spielen gut ist

1.
Paintball ist ein zukunftsorientierter, moderner Mannschaftssport, der Sportarten wie Snowboarding, BMX oder Rugby bereits überholt hat.

2.
Paintball ist die einzige Extrem-Mannschaftssportart der Welt!

3.
Paintball ist wie Völkerball – nur dass unsere Bälle kleiner und statt mit der Hand geworfen mit einem Markierer verschossen werden.

4.
Paintball wird wie jede andere anerkannte Sportart in organisierten Ligen unter der Leitung von ausgebildeten Schiedsrichtern gespielt.

5.) Wie im Fußball gibt es auch im Paintball 1., 2. und 3. Bundesliga sowie regionale Spielklassen (z.B. Bezirksliga). Insgesamt sind so rund 400 Vereine am Ligageschehen in Deutschland beteiligt.

6.
In Deutschland haben schon über eine halbe Million Menschen einmal Paintball gespielt. 50.000 Menschen spielen regelmäßig, rund 10.000 davon sind in Vereinen und Clubs organisiert. Insgesamt leben über 300 Unternehmen vom Paintballsport, stellen Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

7.
Nicht selten wird Paintball als Betriebsausflug (z.B. von nicht wenigen der DAX 30 Unternehmen), Vereinstour, Junggesellenabschied oder Geburtstagsfeier genutzt.

8.
Gutachten belegen, dass der Paintballsport Aggressionen und Stress abbaut. Da Paintball eine Null-Kontakt-Sportart ist, wird sie in Versicherungsstatistiken zum Verletzungsrisiko noch hinter Golf und Bowlen aufgeführt.

9.
Paintball kann nur als Mannschaftssportart betrieben werden. Dadurch entstehen in den Teams soziale Gemeinschaften, die Einzelgängertum gar nicht erst entstehen lassen.

10.
Berühmte Persönlichkeiten, die schon einmal Paintball gespielt haben bzw. regelmäßig spielen:
Prinz Charles und seine Söhne
Will Smith
Die Fußball-Bundesligisten KSC, VFL Wolfsburg, Borussia Dortmund und Werder Bremen
US-ExPräsident Clinton und seine Tochter Chelsea
Stefan Raab
Die Klitschko Brüder
Marc Terenzi
Metallica uva.


Team GON Paintball


pn
Junior 

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15.10.2015, 01:14
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Finde ich auch. Aber was soll man machen ne

pn
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15.10.2015, 01:14
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